Was ist eine CE Kennzeichnung?

Die CE Kennzeichnung besitzt ihre Grundlage in der EWG, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, die durch die römischen Verträge am 25. März 1957 gegründet wurde. Die damaligen Mitgliedsländer waren Belgien, Italien, Frankreich, Holland, Luxemburg und Deutschland. Bis zum Jahr 2009 bestand die EWG noch neben der 1993 ins Leben gerufenen EG.

Für die EG normgerecht

Bis zur Gründung der EG im Jahr 1993 hieß die CE Kennzeichnung lediglich CE-Zeichen. Die Buchstaben CE sind die beiden Anfangsbuchstaben der Wörter „Communauté Européenne“, „Comunidad Europea“, „Comunidade Europeia“ oder „Comunità Europea“ und besagen, das Artikel und Güter, die mit diesem Zeichen versehen sind, den Normen und Vorschriften der Europäischen Gemeinschaft entsprechen und aufgrund dessen in den Europäischen Wirtschaftsraum eingeführt werden dürfen.

Allerdings ist das Zeichen heute nur noch ein grafisches Symbol ohne Wortbedeutung, um den unterschiedlichen Landessprachen in Europa gerecht zu werden. Dabei entspricht die CE Kennzeichnung nicht einem Prüfsiegel, sondern es stellt ein Verwaltungskennzeichen dar. Der Hersteller eines Produktes ist sowohl für die Anbringung der CE Kennzeichnung als auch für die damit zusammenhängende Einhaltung der Vorschriften verantwortlich.

Um eine CE-Kennzeichnung zu erhalten muss ein Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt werden

Um eine CE-Kennzeichnung zu erhalten muss ein Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt werden

Die EG verlangt von den Herstellern industrieller Produkte die Einhaltung bestimmter Normen und Vorschriften, die sich auf die Produktsicherheit beziehen. Dies gilt sowohl für Hersteller in wie außerhalb der Europäischen Gemeinschaft. Der Hersteller hat die Möglichkeit, sich über die Vorschriften zu seinem Produkt zu informieren und diese am betreffenden Artikel umzusetzen. Entsprechend kann das Produkt dann mit der CE Kennzeichnung versehen werden. Es besteht zudem die Möglichkeit, eine sogenannte benannte Stelle im Herstellungsverfahren miteinzubeziehen. Die benannte Stelle führt ein Konformitätsbewertungsverfahren durch, das dem Hersteller die Einhaltung der Normen bestätigt. Dieser kann seine Artikel mit dem CE Kennzeichen und einer Identifikationsnummer versehen, die auf die benannte Stelle hinweist.

Nicht immer ist drin, was darauf steht

Die CE Kennzeichnung besagt lediglich, dass der Artikel den Mindestanforderungen zur Produktsicherheit in der EG entspricht. Mit der Qualität des Produktes hat dies nur insofern etwas zu tun, das bestimmte Sicherheitsstandards eingehalten werden, die aber, wenn nicht durch die benannte Stelle geprüft, keiner sonstigen Prüfung unterliegen. Aus diesem Grund werden sehr viele Güter in die EG eingeführt, die zwar die CE Kennzeichnung besitzen, aber tatsächlich nicht den Normen entsprechen. Die Überprüfung, ob ein Artikel den geltenden Sicherheitsnormen entspricht, obliegt den Behörden der einzelnen Mitgliedsländer. In Deutschland ist dies das Amt für Verbraucherschutz, das in den einzelnen Bundesländern angesiedelt ist. Ein Prüfsiegel hingegen, wie es zum Beispiel der technische Überwachungsverein, TÜV, ausgibt, besagt das der Artikel über die Norm hinaus geprüft ist. Da eine solche Prüfung sehr aufwendig und entsprechend teuer ist, sind auch hier zahlreiche Fälschungen am Markt.

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